Königreich Sardinien
1239, mit der Ernennung des Sohnes des Stauferkönigs Friedrich II. (1198-1250), Enzio (1249-1272) zum König von Sizilien wurde die Gründung des Königreichs vollzogen. Erst 1861 ging es im Königreich Italien auf. Sardinien fiel ebenso wie auch die Insel Sizilien in der Folge dem Königreich von Aragon (bis 1409) zu, und gehörte seit dem frühen 16. Jahrhundert in Personalunion zum Königreich Spanien. Nach dem Aussterben der spanischen Habsburger fiel Sardinien nach dem Spanischen Erbfolgekrieg 1714 an die österreichische Linie des Hauses Habsburg, wurde jedoch schon 1720 von Österreich - im Tausch gegen Sizilien - an das Herrscherhaus von Savoyen-Piemont abgetreten, das 1714 mit dem Besitz von Sizilien einen Königstitel erworben hatte und denselben nunmehr auf den Besitz Sardiniens gründete. Das neu entstandene Königreich Sardinien-Piemont mit seiner Hauptstadt Turin und seinen Provinzen Savoyen und Piemont hatte seinen geographischen Schwerpunkt jedoch auf dem italienischen Festland.
Quelle:
BROCKHAUS